Geschichte


1805 John C. Warren wandte Etherinhalationen zur Erleichterung der Endstadien der Lungenentzündung an.

1835 Jean Baptiste Dumas beschrieb die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Chloroforms.

1845 Horace Wells hielt eine Vorlesung über die Verwendung des Stickoxyduls zur Schmerzverhütung. Am selben Abend demonstrierte er die Anwendung des Mittels bei einer Zahnextraktion. Die Vorführung war kein voller Erfolg.

1910 Entwicklung des ersten Narkosegerätes mit Lachgas – Sauerstoff.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Regionalanästhesien entwickelt (Nervenblockaden / Spinalanästhesien)

1943 Erstmalige Beschreibung eines gebogenen Laryngoskop für Intubationen.

 Seit Ende der 50er Jahre wurde vermehrt an der Entwicklung von Narkosegasen geforscht. Halothan war lange Zeit das gebräuchlichste Narkosegas, das mit einem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch verabreicht wurde. Die revolutionärsten Forschungen wurden ab 1980 unternommen, um Narkosegase herzustellen, die gut steuerbar und wenig organbelastend sind, wie z. B Isoflurane. Seit 1990 stehen uns Sevoflurane und Desflurane zur Verfügung, die sehr gut steuerbar und wenig belastend sind. Die neueste Entwicklung betrifft den Einsatz von Xenon, das vielversprechend, jedoch derzeit noch technisch schwer einsetzbar ist.
Seit den 80er Jahren wurden auch auf dem Gebiet der Überwachung von Vitalfunktionen (Atmung, Kreislauf) enorme Fortschritte getätigt. So wurde die Pulsoximetrie (Sauerstoffmessung über die Haut), die Capnometrie (Kohlendioxidmessung in der Atemluft), die fortlaufende Blutdruckmessung, die Narkosetiefemessung und viele andere Messmethoden, die der Patientensicherheit dienen, entwickelt. Diese High-tech-Überwachung ermöglicht bei jeder Narkose eine Früherkennung von Störungen, die eine rasche therapeutische Intervention während Narkosen, sowie an der Intensivstation gewährleistet.